Diabetes Hund "Merlin"



Eine Tages wurde ich zu Merlin gerufen.

Seine Halterin erklärte mir das sie ihn aus einer Nothilfe hat, somit sei er nicht bei ihr aufgewachsen.
Da sie an Diabetes litt und er bei jeder Unterzuckerung ihrerseits in Panik geriet, sich versteckte und zu zittern anfing.
Er hatte so viel Stress, das sie schon ganz verzweifelt war. Merlin erzählte viel von früher. Warum er vor Menschen Angst hat, wenn er sie nicht einschätzen kann.

Da seine Halterin Anika, so stark an der Diabetes litt, das sie oft sogar umfiel und nur durch fremde Hilfe gerettet werden konnte, war dies für Merlin eine furchtbare Erfahrung, da er nicht einschätzen konnte, was da vor sich ging. Er fragte sich, ob dieses Verhalten von Anika vielleicht auch etwas mit ihm zu tun hatte?

Ich erklärte ihm, das sie an einer Krankheit litt und obwohl sie Alles versuchte um ihren Blutzuckerspiegel in den Griff zu bekommen und zu beobachten, kann es immer wieder zu Schwankungen kommem.

Merlin erklärte, das er bemerkte das Anika plötzlich anders riecht. Sie bekommt einen süsseren Geruch. Ich fragte ihn ob er sich traut zu bellen, damit ihre Mitmenschen ihr helfen können, wenn sie es selbst nicht mehr schafft.  Das Gespräch dauerte sehr lange und wir einigten uns darauf, das er sich zu Anika legt und sie wärmt und um Hilfe bellt.

Merlin tat dies viele Jahre und entwickelte seine ersten Vesuche Hilfe zu holen und Anika selbst weiter. Er zeigte so früh an das etwas nicht stimmt, das Anika erst gar nicht mehr in diese gefährlichen Situationen kam. Später bekam Anika ein Gerät, das sie vor den gefährlichen Schwankungen warnen sollte. Aber wie die Technik so ist, fies es auch mal aus.
Merlin aber viel bis an sein Lebensende nicht aus.


Es kam die Zeit wo Anika und Merlin sich verabschieden mussten. Ich begleitete ihn noch einige Monate an seinem Lebensende. 4 Wochen vor seinem Tod sagte er, das er sich Sorgen mache, denn Maja, der Andere Hund könne Anika nicht alarmieren. Ich besuchte Merlin an dem Tag, als er ging. Er sagte: Nun kann Maja Anika auch helfen.

Merlin litt zum Schluss an einem Tumor und wurde erlöst.


Merlin & Maja fotografiert von Juliane Meyer


Maja fing tatsächlich ca 2 Monate, nachdem Merlin ging selbst an Anika zu warnen. Ohne das ich mit ihr darüber kommuniziert habe, hat sie es tatsächlich ganz alleine von Merlin gelernt. In späteren Gesprächen mit Maja erzählte sie allerdings, daß diese Aufgabe zu Verantwortungsvoll für sie sei. Sie Stünde unter städigem Druck und habe große Angst, die Unterzuckerung zu verpassen.

Daher entschieden wir gemeinsam, das sie die Aufgabe nur übernehmen sollte, wenn sie möchte, aber es freiwillig entscheiden soll. Dies tat Maja auch. Mal gab sie Bescheid, mal verschlief sie es. Mittlerweile sind 14 Jahre seit dem ersten Gespräch mit Merlin vergangen. Anika hat viele medizinischen Meilensteine erklommen und kommt heute (Februar 2019) alleine mit ihrer Krankheit zurecht. Trotzdem wird sie nie vergessen, was ihre Beiden treuen Begleiter, auch mit Hilfe von Tierkommunikation für sie gemacht haben. Maja ist jetzt eine alte Dame und immer noch an Anikas Seite. Hoffentlich noch eine Weile.